Uncategorized / 14. Juli 2026

Elian Wilder über „Sommer“

    Sommer, Chaos und ein bisschen Rache   Warum Noahs zweites Abenteuer alles andere als entspannt wird Sommer klingt eigentlich nach Leichtigkeit. Nach Sonne, langen Abenden, Eiscreme, vielleicht ein bisschen Verliebtheit und dem.

Elian Wilder über  „Sommer“

 

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Elian Wilder in Zürich

Elian Wilder 3

 

Sommer, Chaos und ein bisschen Rache  

Warum Noahs zweites Abenteuer alles andere als entspannt wird

Sommer klingt eigentlich nach Leichtigkeit. Nach Sonne, langen Abenden, Eiscreme, vielleicht ein bisschen Verliebtheit und dem festen Vorsatz, dieses Jahr wirklich alles entspannter anzugehen.

Tja. Und dann gibt es Noah.
Noah ist zweiundzwanzig, lebt in Zürich, arbeitet im Einkauf eines Internationalen Konzerns und versucht, sein Leben halbwegs im Griff zu behalten. Was ihm, sagen wir mal, ungefähr so gut gelingt wie einem Gelati in der prallen Mittagssonne. Es läuft. Aber halt eher davon.
In Sommer – Liebe auf Zeit, Rache für immer trifft Noah auf eine ziemlich gefährliche Mischung: alte Wunden, neue Gefühle, fragwürdige Entscheidungen und einen Racheplan, der am Anfang vielleicht noch nach einer guten Idee klingt. Also zumindest in Noahs Kopf. Und Noahs Kopf ist ein Ort, an dem man sich besser nicht ohne Notfallkontakt aufhalten sollte.

Alles beginnt damit, dass Marc Walter auftaucht. Neuer Chef. Selbstbewusst. Charmant. Erfolgreich. Und leider auch der Mann, der Noahs Mitbewohner Flo früher das Herz gebrochen hat. Was macht man also, wenn plötzlich der Ex des besten Freundes im Büro steht? Genau: Man verhält sich erwachsen, professionell und lässt die Vergangenheit ruhen.

Oder man ist Noah.

Noah entscheidet sich natürlich nicht für die langweilige Variante. Zusammen mit seinem Freundeskreis entsteht ein Plan, der irgendwo zwischen „Das wird legendär“ und „Bitte sag mir, dass niemand dabei ins Gefängnis kommt“ liegt. Rache ist bekanntlich süß. Leider klebt sie auch, macht Flecken und ist deutlich komplizierter als gedacht.

Da ist noch ein Austauschstudent: Kim. Ruhig, aufmerksam, geheimnisvoll und auf eine Weise nahbar, die Noah komplett aus dem Konzept bringt. Kim ist nur für eine begrenzte Zeit in Zürich, was natürlich überhaupt kein Problem ist. Schließlich verliebt man sich ja nicht einfach in jemanden, der bald wieder geht.
Also theoretisch.

Praktisch wird Noah ziemlich schnell klar, dass Gefühle sich selten an Terminpläne halten. Besonders dann nicht, wenn man innerlich sowieso schon aussieht wie ein unaufgeräumter Kleiderschrank nach einem sehr emotionalen Wochenende.

„Sommer“ ist ein Buch über Freundschaft, über falsche Entscheidungen, über das Chaos zwischen Kopf und Herz und über die Frage, ob man sich selbst noch erkennt, wenn man zu lange versucht, jemand anderes zu sein. Es geht um Liebe auf Zeit, um Rache mit Nebenwirkungen und um diesen einen Sommer, der alles verändert.

Und ja, es wird emotional.

Aber keine Sorge: Noah leidet nicht still. Noah kommentiert sein eigenes Drama selbstverständlich mit einer Mischung aus Selbstironie, Überforderung und dem festen Glauben, dass ein guter Spruch vielleicht nicht alles rettet, aber wenigstens die Katastrophe unterhaltsamer macht.

Wer also Lust hat auf queere Gefühle, Freundschaft, Chaos, moralisch fragwürdige Pläne und einen Protagonisten, der dringend mal tief durchatmen sollte, ist bei Sommer – Liebe auf Zeit, Rache für immer genau richtig.

Denn dieser Sommer wird heiß.

Nicht nur wegen der Temperaturen.

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